09.10.2016: FC Rheineck : FC Schaan 3:3 (2:1)

Immer wieder in der Nachspielzeit

Der Remis-Fluch hat auf der Stapfenwis wieder zugeschlagen. In der dritten Minute der Nachspielzeit musste Rheineck den sicher geglaubten ersten Saisonsieg gegen Schaan noch hergeben. Endstand 3:3. 10

1Zum Abpfiff gab es ungläubiges Kopfschütteln der Spieler, des Trainers und der Fans. Es scheint, dass es unmöglich ist, auch überlegen geführte Spiele zu gewinnen, dass Remis um Remis erzielt wird. Die Frommenwiler-Schützlinge waren 75 Minuten lang die überlegene Mannschaft und führten gegen Schaan bereits mit 3:1. Der Sieg gegen den Aufstiegsaspiranten aus dem Fürstentum war eigentlich bereits eingetütet.

8Durch Tore in der Nachspielzeit beider Halbzeiten gab es ein schmerzliches Unentschieden. Von Anbeginn zeigten die Stapfenwiser, dass sie mehr können, als die derzeitige Tabellensituation aussagt. Beide Teams traten aktiv auf und wollten über die spielerische Linie in die Partie finden, was den Gastgebern besser gelang. Der Lohn für die fussballerische Mühe war der Führungstreffer durch Blerim Ibrahimi.

2Beim 2:0 durch eine tolle Volleyabnahme von Chiarello spielte Blerim Ibrahimi den kongenialen Passgeber. 3Doch dann kam die verflixte Nachspielzeit der ersten Halbzeit, in der Schaan im Dreissig-Sekunden-Takt zu Mega-Chancen kam. Doch zum einen kratzte Macedo den Ball noch von der Torlinie, zum anderen konnte Torhüter Dietsche den Ball über den Querbalken lenken. In der dritten Minute der Nachspielzeit war Dietsche gegen den Kopfball von Fabian Eberle und den daraus resultierenden Anschlusstreffer zum 1:2 aber machtlos.

Zweite Halbzeit gehörte dem FC Rheineck

Hälfte zwei gehörte bis acht Minuten vor Schluss Rheineck, das keine Tormöglichkeit der Gäste zuliess. Im Gegenteil, nach etwa einer Stunde Spielzeit zirkelte Blerim Ibrahimi einen langen Ball genau auf den Kopf des am langen Eck lauernden Lichtenstern: 3:1. 45

Erst nach mehr als 80 Minuten kamen die Schaaner wieder auf, machten auf einmal ungeheuren Druck. Und wieder schafften es die Stapfenwiser nicht, ihren Vorsprung über die Runden zu bringen. Kurz vor Schluss und dann noch in der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang es den Kickern aus dem Fürstentum tatsächlich noch, durch Matthias Quaderer und Lucas Eberle zwei Tore zu erzielen und den Remis-Fluch auf der Stapfenwis zu verlängern.

Quelle: Rheintaler (gh)

Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden.

Gegen den FC Teufen zweimal geführt, am Ende 2:2 Unentschieden. Ausgleichstor in der Nachspielzeit kassiert.

Gegen den FC Wittenbach geführt, am Ende 1:1 Unentschieden.

Gegen den FC Widnau zweimal geführt, am Ende 2:2 Unentschieden.

Im heutigen Spiel gegen den FC Schaan sogar dreimal geführt, am Ende 3:3 Unentschieden. Zwei Tore in der Nachspielzeit kassiert.

Es macht keinen Unterschied, ob das heutige Spiel 3:3 endete oder hypothetisch gesehen sogar mit 3:4 für den Gegner ausgegangen wäre. Das Unentschieden ist eine gefühlte Niederlage und die Enttäuschung darüber ist grenzenlos.

Ich weiss nicht, ob wir in der Vergangenheit ungewollt einen Pakt mit dem Teufel geschlossen haben, aber der Fussballgott weiss ganz offensichtlich nicht, dass es uns gibt.

Mehr als heute geht nicht, vor allem personaltechnisch gesehen. Unsere Abwesenheitsliste ist lang, viel zu lang: Mert Yürekli, Fabio Künzler, Lendim Ibrahimi, Serkan Aktas, Kushtrim Hajdaraj, Marco Wagner.

Ich habe festgestellt, dass wir die verletzungsbedingten Auswechslungen von Michael Hausmann (Sprunggelenk), Manuel Baumann (Rücken) und Alessandro Chiarello (Sprunggelenk) nicht einmal ansatzweise kompensieren konnten. Vor allem das Ausscheiden von Kapitän Chiarello sorgte für den späteren Genickbruch. Er war der meist gefoulte Spieler der Partie. Irgendwann war es dann ein Foul zu viel für den Körper.

Es ärgert mich masslos, dass wir diesen Sieg nicht ins Trockene gebracht haben. Die Spieler hätten es mehr als verdient. Jede Woche aufs Neue reissen sie sich den Arsch auf, um am Ende leer auszugehen. Unser Faktor Glück ist bei 0,0. Pech, Pech und nochmals Pech als ständigen Begleiter.

Ich bin zu ehrgeizig, als das ich die Situation einfach so hinnehme. Ich werde den Fussballgott suchen, finden und ihn am nächsten Sonntag gegen Goldach an unsere Trainerbank ketten.

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Jeder Schlacht muss man ohne zu zögern entgegen treten. Wir kriegen auf die Fresse, die anderen die Punkte. Wir werden diesen elendigen Fluch vertreiben und wenn wir dafür den Rheinecker-Fussball-Himmel anzünden müssen.

Augen zu und durch!

Pascal Frommenwiler
Trainer FC Rheineck 1

 

 

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