17.08.2012: In 9 Tagen geht’s los!

Am 26. August 2012 startet das Team von Pascal Frommenwiler auswärts gegen den FC Urnäsch in die Saison 2012/13. Die Mannschaft trainiert seit zwei Wochen im altehrwürdigen Stadion Espenmoos. Wie ist so kurz vor Saisonbeginn die allgemeine Stimmung? PF PRO SOCCER liefert die Antworten. 

Hattest du einen guten Start bei den Kronen?

Ja, absolut perfekt! Ich wurde sogar schon mit eigenen Trainingskleidern und einem Mannschaftstrainer ausgestattet. Kurt Scheiwiller (sportliche Leitung), Ruedi De Toffol (Stadion/Spielbetrieb) und Richard Zöllig (Vizepräsidium/Medien) haben für einen reibungslosen Einstieg gesorgt. Ich bin schlichtweg fasziniert. Dankeschön euch allen!

Die Heimstätte von Brühl ist das Paul-Grüninger-Stadion, ihr trainiert im altehrwürdigen Espenmoos, was ging da schief?

Nichts! Aus Platzgründen musste unsere Mannschaft ins Stadion Espenmoos ausweichen. Die Infrastruktur ist schlichtweg hervorragend. Wir haben zudem einen ganzen Platz zur Verfügung, was bei einem Kader von knapp 30 Spielern ein absolutes Muss ist. Das Espen ist mir aus der vorherigen Trainertätigkeit beim FC Rotmonten noch bestens vertraut. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft im Espenmoos bleiben können. Es ist wirklich fantastisch!

Im Zusammenhang mit der Saison 2012/13 musstest du dich auch in den Flitterwochen mit dem Thema Fussball beschäftigen. Hätte deine Frau nicht am liebsten dein iPad und das iPhone im Meer versenkt?

Nein, es war ja gar nicht ganz so schlimm. Der Kontakt beschränkte sich eigentlich nur auf administrative Belangen wie beispielsweise Trainingszeiten und Trainingsort. Daneben waren noch vier Spielertransfers zu machen und dann gab es noch Anfragen von ehemaligen A-Junioren, welche nicht mehr in der Juniorenabteilung von Brühl bleiben können. Meine Frau kam nicht zu kurz, ansonsten wäre mein Equipment wahrscheinlich wirklich baden gegangen. Zudem weiss sie, dass unsere kleine Familie – klein wegen Chihuahua Gioia – an oberster Stelle steht. Sollte es tatsächlich einmal zu einem Ungleichgewicht kommen, dann müssen wir ganz einfach darüber reden. Anders ist es natürlich, wenn der Fussball massgeblich das Einkommen bestimmt und zum Beruf wird.

Am 6. August 2012 war das erste Training. In welchem Zustand hast du die Mannschaft übernommen und welche Skills waren vorhanden?

Mein Team wusste, dass wir bei Null anfangen. Aller Anfang ist schwer, vor allem nach dem Debakel 2011/12. Man gewöhnt sich an einen Zustand. Heute gönne ich meinen Spielern einfach nur den Luxus, dass Sie sich zukünftige an gute Trainingseinheiten gewöhnen dürfen. Auch an diesen Zustand gewöhnt man sich wieder. Sie dürfen ruhig ein wenig verwöhnt werden, verdient haben sie es.

Skills, damit meine ich beispielsweise taktisches Verhalten, technische Fertigkeiten, mentale Stärke oder konditionelle Grundlagen sind nahezu keine vorhanden. Mentale Stärke wahrscheinlich noch am ehesten. Woher denn aber auch? Es liegt jetzt in meiner Verantwortung, dass die Mannschaft mit Fähigkeiten ausgestattet wird. Natürlich kann man in einem Jahr nicht alle Themen behandeln.

Stichwort 1 Jahr, für wie lange hast du beim SC Brühl unterschrieben?

Mein Vertrag läuft vom 01. Juli 2012 bis 30. Juni 2013, was einer gesamten Saison entspricht.

Und was kommt danach?

Darüber jetzt zu sprechen wäre nicht nur hirnrissig, sondern auch vorausgeeilt. Ich habe erst angefangen, ein ganze Saison steht noch vor uns! Sollte der SC Brühl mit meiner Arbeit zufrieden sein, wird er sicherlich zum richtigen Zeitpunkt auf mich zukommen.

Am kommenden Dienstag kommt es in einem Testspiel zum Knüller FC Rotmonten gegen den SC Brühl. Was geht dir durch den Kopf?

Klar ist für mich die Konstellation speziell. Ich habe als Trainer zwei schöne Jahre in Rotmonten verbracht, allerdings im Junioren- und nicht im Aktivfussball. Die Gefühlslage ist deswegen nicht anders oder irgendwie spezieller als sonst. Ich bin stolz darauf, dass ich als Trainer für meinen Jugendverein SC Brühl tätig sein darf.

Das Team von Rotmonten wird von Roman Steinemann trainiert. Ein super Typ und guter Trainer! Seine Mannschaft besteht grösstenteils aus ehemaligen A-Junioren. Es sind sicherlich aber auch noch einige Neuzugänge zu verzeichnen.

Wir dürfen gespannt sein. Es ist für uns quasi die letzte Generalprobe vor dem Auswärtsspiel gegen Urnäsch.

Hopp Brühl!

Vor allem im taktischen Bereich braucht es Übung, Übung und nochmals Übung. Wie bringst du innerhalb von drei Wochen eine Ordnung auf den Platz?

Stichwort Kurzzeitgedächtnis! Eine ideale Vorbereitung dauert in der Regel 6 bis 8 Wochen bei 3 bis 4 Trainingseinheiten pro Woche. Aufgrund von Sommerferien und Spielpause habe ich lediglich 6 Trainings als Vorbereitung zur Verfügung. In dieser Zeit muss man relevante Themen kurz anschneiden um Sie dann während der Saison optimal einzuarbeiten. Einfach gesagt, bei den Spielern rattert derzeit das Kurzzeitgedächtnis.

Du legst grossen Wert auf die Physis deiner Spieler. Deine Konditionstraining sind nicht gerade ein Zuckerschlecken, oder?

Da ich in meiner Freizeit selber Konditionstraining betreibe und dabei auch nicht gerade zimperlich umgehe kenne ich die Belastung. Mein Rezept liegt darin, dass man regelmässig an den Konditionsfaktoren arbeitet. Das Springseil, ideal für Ausdauer aber auch für die Laufschule, ist beispielsweise ein fixer Bestandteil einer Trainingseinheit. Das Zauberwort heisst Regelmässigkeit! Nicht Querfeldein alle Konditionsfaktoren in einer einzigen Trainingseinheit trainieren, sondern regelmässig und gezielt arbeiten.

Was liegt gegen Urnäsch drin?

Schwierig zu sagen. Die Physis wird das Zünglein an der Waage sein. Wer kann die Konzentration länger hochhalten? Wie lange reicht die Kraft für Forechecking (= Angriffsverteidigung)? Wer kann den Ball länger in den eigenen Reihen halten? Wer hat letztendlich auch das nötige Quäntchen Glück?

Jedenfalls weiss ich, dass meine Mannschaft bis zur letzten Sekunde fighten wird. Wir reisen mit einer geballten Ladung heisshungriger Spieler nach Urnäsch. In der Casino-Sprache ist es treffender: Neues Spiel, neues Glück. Make your bets, please.

Wir alle setzen auf einen Sieg! Natürlich nur als Redewendung zu verstehen, es wird nicht gewettet.

Welche Vorbereitungen stehen noch an?

Den FC Urnäsch genauer unter die Lupe zu nehmen. Sehr wahrscheinlich werde ich mir noch ein Training anschauen gehen.

PF PRO SOCCER bedankt sich für das spontane Interview mit Pascal Frommenwiler. Wir wünschen der Mannschaft alles Gute, viel Erfolg und einen erfolgreichen Saisonstart. Ein ausführlicher Matchbericht vom Auswärtsspiel gegen Urnäsch wird zum gegebenen Zeitpunkt publiziert.

Sportliche Grüsse

PF PRO SOCCER

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Ein Kommentar zu 17.08.2012: In 9 Tagen geht’s los!

  1. Marius sagt:

    ES füürwerk muess zündet werde…

    Hopp Brühl

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