26.08.2011: FC Rotmonten – FC Teufen 2:7 (2:1)

Interpretiert man nur das Resultat, könnte schnell ein falscher Eindruck entstehen. Fakt ist, dass wir zwei Mal in Führung gingen und es zur Pause noch 2:1 stand. Erst in der 67. Spielminute gelang dem FC Teufen der Ausgleich zum 2:2. Ärgerlich vor allem deswegen, weil das Tor aus einer glasklaren und diskussionslosen Abseitsposition entstanden war. Wie man so schön sagt, brach dieser Ausgleichstreffer der Mannschaft das Genick und es folgten fünf Tore innert zehn Minuten. Man darf nicht vergessen, dass wir vom Alter her noch bei den C-Junioren spielen könnten und freiwillig die Challenge B-Junioren auf uns nehmen. Der FC Teufen (wir spielten gegen den älteren Jahrgang) ist eine eingespielte B-Junioren-Mannschaft. FC Rotmonten - FC Teufen

Mein Team hat bis zur 70. Spielminute gekämpft. Dafür will ich ein grosses Lob aussprechen! Ich sah vor allem in der Abwehr, dass das Viererkettentraining (Pyramide, Kurve, Gegenspieler in der eigenen Zone sofort angreifen usw.) umzusetzen versucht wird. Es sah in der Abwehr über weite Strecken nach richtigem Fussball aus. Das planlose Angreifen wie noch im Spiel zuvor gegen den FC Zuzwil konnte unterbunden werden. Man hatte mehr Ordnung und Struktur im Abwehrverhalten.

Ansetzen will ich bei den Punkten Kommunikation, Spielaufbau, Abstösse, Löcher im Mittelfeld und Laufwege der Stürmer. In der Abwehr- und Mittelfeldviererkette hatten Yanik Zimmermann und Lukas Ackermann von mir den Auftrag erhalten, dass sie für Ordnung – damit meine ich, dass nicht plötzlich ein Aussenverteidiger auf Höhe der Stürmer stehen bleibt – zur Sorgen haben. Das gelang mehrheitlich leider nicht. Der Blick links und rechts über die eigene Schulter und daraus resultierenden Stellungsanweisungen an die Mitspieler kam zu wenig. Ebenso kamen die Aussenverteidiger Christian Ammann und Nicolas Welte meiner Aufforderung nicht nach, dass bei Abstoss dem Torhüter eine Anspielmöglichkeit geboten wird. Mehrheitlich stand man viel zu weit weg und der Abstoss musste ins Nirgendwo – das auch noch mit einer „Spitzguuge“ – geschossen werden. FC Rotmonten - FC TeufenDer Spielaufbau muss unbedingt sauber organsiert sein. Hat unser Torhüter den Ball, muss sich ein Verteidiger – am liebsten ein Aussenverteidiger – sofort anbieten. Das hat zur Folge, dass das Mittelfeld ebenso eine Rückwärtsbewegung machen muss, damit der Ball von der Abwehr sicher dem Mittelfeld übergeben werden kann. Hingegen sehr gut hat mir gefallen, dass die gesamte Abwehrviererkette sich vereinzelt richtig verschoben hat. Sprich, wenn der Gegner links an der Aussenlinie klebte, dann muss der rechte Aussenverteidiger sich auch nach links bewegen (einfach ausgedrückt!). So konnten die die Löcher gestopft werden und man bot dem Gegner nicht viel Platz.

Das Mittelfeld agierte ein wenig wie ein Schweizer Emmentaler. Löcher, Löcher, Löcher… Das hat sicher auch damit zu tun, weil die Stürmer zu wenig offensiv agierten. Das Mittelfeld, allen voran Michael Wagner, musste zwangsläufig den Ball viel zu lange halten, weil sich nach Vorne keine Anspielmöglichkeiten ergaben. Auch mit dem Mittelfeld muss das Stellungsspiel in der Viererkette weiterhin geübt werden. Fast über das gesamte Spiel stand man viel zu weit voneinander weg. Man liess dem Gegner ungewohnt viel Platz. Die Abwehrspieler konnten aufrücken im Mittelfeld kam es regelmässig  zu einer 6:4-Situation. FC Rotmonten - FC TeufenDer Gegner muss energischer unter Druck gesetzt werden. Das funktioniert aber nur, wenn die beiden Stürmer konstant den Spielaufbau stören, damit es zu einer Verzögerung kommt und das Mittelfeld bei einem allfälligen Ballgewinn eine Art Pressing spielen kann.

Aber nochmal: Mit der Leistung der gesamten Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Man muss realistisch bleiben. Bei aller Motivation und positivem Denken muss man neidlos anerkennen, dass der FC Teufen einfach spielstärker war. Wir konnten bis zur 70. Minute dagegen halten und können uns an solchen Spielen aufbauen. Es bringt doch nichts, wenn wir weiterhin bei den C-Junioren herum eiern, dafür jedes Spiel gewinnen, weil wir gegen einen Gegner spielen, der erst auf diese Saison von den D- zu den C-Junioren aufgestiegen ist und wir einem 1.50 Meter grossen Torhüter zweistellige Packungen verpassen. Lächerlich!

FC Rotmonten - FC TeufenSchon einmal überlegt wo wir stehen, wenn wir vom Alter her wieder gleich auf sind wie unsere Gegner? Meine Gedanken sagen mir, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt schätzungsweise 16 Spiele auf B-Niveau absolviert haben und in Sachen Härte nicht mehr mit der heutigen Mannschaft zu vergleichen sind.

Unsere Zeit kommt, glaubt mir! Ich bin stolz auf euch! Vielen Dank auch den Neuzugängen, ihr seid coole Jungs, manchmal vielleicht zu cool… 🙂 Freut euch auf die Wintervorbereitung

Gruss

Pascal Frommenwiler
Trainer B-Junioren 2. Stärkeklasse

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5 Kommentare zu 26.08.2011: FC Rotmonten – FC Teufen 2:7 (2:1)

  1. joelinho sagt:

    Sieht so aus, als dass beim FC Rotmonten ein Match nur 70 min. dauert. Aber das Spiel dauert nun mal 90 min.!

  2. sensemann sagt:

    ue
    i find vorallem im sturm vorallem und flügel mu mer me laufe(HAUPTSÄCHLICH) und i de mitti und verteidigung me rede und voll id zweikämpf nö so schlampig und nocher mit tempo spile nöd so wi hüt e paar im training..
    wiso kain bitrag vo match geg fraue u18?

  3. sensemann sagt:

    ah jo und tue amel bitte so goal und chli höhepünkt(pfosteschuss und so) ufschribe!!

  4. David Luiz sagt:

    jo voll wer no en idee..
    stürmer vorne muend sich zeige und abütte und den chamer was selber mache oder de doppelpass spiele… und bitte mached was bim iwurf

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